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Agenda 21 in Immenstadt i. Allgäu 
1992 fand in Rio de Janeiro die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung statt. Über 170 Staaten verabschiedeten damals mit der Agenda 21 ein globales Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, dessen Verwirklichung allen Menschen eine gesicherte Zukunft ermöglichen soll. Um das zu erreichen, ist laut Agenda 21 eine weltweite nachhaltige, oder auch zukunftsfähige, Entwicklung nötig. Verwechseln Sie die Agenda 21 bitte nicht mit der Agenda 2000! Die ist ein Programm zur Reform der Europäischen Union.

Kontaktadresse und weitere Informationen:


Ernst Polzer, Agenda-Beauftragter der Stadtverwaltung
Städtisches Forst- und Umweltamt
Marienplatz 3-4
87509 Immenstadt i. Allgäu
Tel. 08323/914-148
Fax. 08323/91428148
e.polzer@immenstadt.de


Letzte Aktualisierung: 03.02.04



So fing's an

Im Juli 1997 beschloss der Stadtrat nach eingehender Diskussion in Immenstadt einen Agenda-21-Prozess durchzuführen. Nach einer Auftaktveranstaltung unter Moderation der Firma B.A.U.M Consult München wurden die weiteren Vorgehensweisen festgelegt. Im Dezember 1997 trat dann erstmals das Agenda-Forum zusammen, welches als zentrales, beschlussfähiges Gremium, den Prozess tragen und gestalten und die Bürger zur Mitarbeit gewinnen sollte. Mittels einer ganztägigen "Zukunftswerkstatt" wurden dann im Januar 1998 die zentralen, als wichtig und wünschenswert festgelegten Themenkreise erarbeitet und die Bildung der folgenden fünf Arbeitskreise beschlossen:

  • Lebensqualität
  • Landschaft, Landwirtschaft und Tourismus
  • Wirtschaft und Arbeit
  • Bauwesen, Siedlungswesen und Energie
  • Verkehr und Mobilität

    Nach einigen Arbeitssitzungen wurden die Arbeitskreise Lebensqualität und Verkehr und Mobilität zusammengelegt. Als erstes Projekt nahmen sie die Verbesserung der Stadtbuslinien in Angriff und führten hierzu eine Umfrage unter der Bevölkerung durch. Diskutiert wurden auch Verbesserungen im Gastronomiebereich der Altstadt sowie die Einführung eines Mitfahrermarktes zur Verminderung des privaten Pkw-Verkehrs.
  • Der Arbeitskreis Landschaft, Landwirtschaft und Tourismus (LLT) organisierte 1999 die "Immenstädter Trialoge", eine jeweils eintägige Veranstaltung mit dem Schwerpunkt, die drei Bereiche Landschaft, Landwirtschaft und Tourismus ökonomisch sinnvoll, ökologisch vertretbar und sozial wünschenswert auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Die Veranstaltungen wurden bei sehr gutem Besuch unter Beisein von regionalen Spitzenpolitikern durchgeführt. Die positiven Erfahrungen veranlasste den Arbeitskreis dazu, weitere Trialoge folgen zu lassen. Zu den beiden Veranstaltungen ist eine ausführliche Dokumentation erstellt worden, die bei den Initiatoren hier angefordert werden kann.

    Der Arbeitskreis Bauwesen, Siedlungswesen und Energie widmete sich vor allem der Förderung erneuerbarer Energien. Er veranstaltete dazu einen vielbeachteten "Tag der Sonne" auf dem Bräuhausplatz und regte die Erstellung einer Sonnenkarte für Hausbesitzer an, auf der die Einstrahlung und evtl. sinnvolle Nutzung für Solarenergie möglich ist. Eine Checkliste "nachhaltiges Bauen" wurde bei Bau und Betrieb der Staatlichen Berufsschule und durch Nutzung umweltfreundlicher Energien bei Sozialwohnungs-Siedlungen bereits genutzt.

    Der Arbeitskreis Wirtschaft führte eine Befragung bei allen Immenstädter Unternehmen zu deren ökologischem Ist-Zustand und Erwartungen an die Agenda 21 durch, die sehr zufriedenstellend verlief. Die Wirtschaft sagte dabei zu, sich an systematischen Ansätzen und konkreten Einzelthemen zu beteiligen.

    Der Stadtbus, ein Thema des AK Verkehr, inzwischen eine gut angenommene Einrichtung.

    Nach einigen Arbeitssitzungen wurden die Arbeitskreise Lebensqualität und Verkehr und Mobilität zusammengelegt. Als erstes Projekt nahmen sie die Verbesserung der Stadtbuslinien in Angriff und führten hierzu eine Umfrage unter der Bevölkerung durch. Diskutiert wurden auch Verbesserungen im Gastronomiebereich der Altstadt sowie die Einführung eines Mitfahrermarktes zur Verminderung des privaten Pkw-Verkehrs.


    Verein zur Förderung der Agenda 21 in Immenstadt

    Zur Finanzierung der Agenda 21 und zur sonstigen Förderung des Prozesses wurde am 13.1.1999 ein eingetragener gemeinnütziger Verein gegründet. Dem Vorstand ist ein Beirat zugeordntet, der aus den Sprechern der Arbeitskreise besteht. Zum 1. Vorsitzenden wurde Gunther W. le Maire gewählt.

    Momentan ruht die Arbeit des Vereines. Im Rahmen eines Stadtmarketingkonzeptes wird versucht, Inhalte der Agenda-Arbeit mit einfließen zu lassen.
    Nachhaltigkeitsbericht 2001

    Aufgrund der nachlassenden Mitarbeit aller Arbeitskreise musste der Agenda-Prozess vom Forum neu strukturiert werden. Dazu schien ein auf Indikatoren beruhender Nachhaltigkeitsbericht das geeignete Mittel zu sein. Gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung und Stadträten wurden aus einem von B.A.U.M. bereitgestellten Set 25 von 60 wichtige Indikatoren ausgewählt und die notwendigen Daten erfasst. Diese wurden gemeinsam von Stadtrat, Verwaltung und Arbeitskreisen bewertet und in einem 64-seitigen Dokument zusammengefasst und veröffentlicht. Der Bericht ist hier bzw. beim Bürgerbüro der Stadt Immenstadt erhältlich.


    Sie können sich den Nachhaltigkeitsbericht aber auch hier als PDF (950 KB)
    herunterladen. Zum Lesen der Pdf-Datei benötigen Sie den Adobe-Acrobat-Reader, den Sie sich ebenfalls auf diesem Link kostenlos installieren können!



    Termine, Aktuelles, Infos....

    Zurzeit sind keine Aktivitäten geplant.
    Links zum Thema Agenda 21

    www.bayern.de/lfu/komma21
    Netzwerk für nachhaltige Kommunalentwicklung, Seite mit Informationen zu allen bayerischen Agenda-Prozessen
    www.agenda-forum.net
    Infos zu vorbildlichen Projekten, Termine usw.

     
     
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