Lädinen waren bis über 30 m lange rahgetakelte Lastsegelschiffe, die seit dem Mittelalter Waren und Menschen von und zu den Handelszentren am See beförderten. Dieser Schiffstyp wurde am Bodensee entwickelt und fünfhundert Jahre unverändert gebaut. Der Begriff „Lädine“ (alemannisch „Lädi“ = Last) wurde ursprünglich nur für die größeren Schiffe gebraucht, während die kleineren früher „Segner“ (von römisch „sagma“ = Tragtierlast) genannt wurden.
Im Zusammenhang mit dem Projekt „Alpsee 2000“ kam die Idee auf, ein „Seetaxi“ für Rundfahrten auf dem Großen Alpsee einzusetzen. Ein früheres Sagmaschiff, dessen Wrack vor einigen Jahren am Ufer von Immenstaad am Bodensee gefunden und gehoben wurde, gab schließlich den Anstoß zum Bau dieses historischen Alpsee-Seglers.
Das Schiff wurde auf der Bootswerften Hartmann in Hard a. Bodensee und Michelsen in Friedrichshafen gebaut.
Das mit einem 9,40 Meter langen Großbaum (Hauptmast), einem zweiten Mast mit 8,20 Meter Länge und einer Gaffel-Takelage ausgestattete, ganz aus Douglasie (auch origin pine bekannt) gebaute Schiff ist 12 Meter lang, 3,20 Meter breit und fasst ca. 23 Passagiere sowie zwei Mann Besatzung. Die Segelfläche beträgt 44 qm, das segelfertige Gewicht mit „Ladung“ 9,2 Tonnen. Ein Elektromotor (12 KW) mit Batterien sorgt dafür, dass der Segler auch bei Windstille sicher in den Bühler Hafen zurückkehrt. Ein Bugstrahlruder hilft beim „Einparken“.
Das rund 240 000 Euro teure Projekt teilen sich die Europäische Union und die Stadt Immenstadt. Den Betrieb am See übernimmt der eigens gegründete Verein „Historischer Segler Alpsee-Immenstadt“, der auch den Bau mit Geld und Eigenleistungen unterstützte.







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