Burgruine Laubenbergerstein
Die ehemalige Burg Laubenbergerstein liegt etwa 1 km nördlich von Immenstadt i. Allgäu im Ortsteil Stein. Die Burg besaß an geschätzter, sicherer Stelle einen dreistöckigen spätgotischen Wohnbau, den Palas. An den Schwachstellen der Anlage befanden sich ein Rundturm und ein quadratischer Bergfried, die miteinander durch eine hölzerne Brücke verbunden waren. Angelehnt an das Bollwerk Bergfried war die Kapelle, welche 1450 erbaut wurde. Durch einen Mauerkranz mit Tor und Türmen war die Burg umschlossen. Laubenbergerstein war eine der wichtigsten Burgen im Allgäu. Seit 1559 ist die Burg nicht mehr bewohnt und dem Verfall preisgegeben.
Aus der später in den Zwinghof abgestürzten Burgkapelle hat sich ein im Schloss Rauhenzell aufbewahrter Altarflügel erhalten, dessen Stifter Caspar von Laubenberg und seine Gemahlin Anna von Freiberg waren. Die Burgruine wurde zum größten Teil saniert und kann jederzeit besichtigt werden. Die Türme sind bei den Burgenwanderungen und am Burgfest zugänglich.
Weitere Infos zur Burgruine Laubenbergerstein gibt das Büro für Burgenforschung .
Anfragen zu Führungen: Heimatverein Immenstadt, Herr Kössel: im Geschäft: 08323/96451-16 und privat: 08323/3065
Burgruine Hugofels und Rothenfels
Die Burgen wurden im 13. Jahrhundert von den Herren von Schellenberg als Doppelburganlage gebaut. Die nur 170 Meter von einander entfernten Burgen befinden sich auf einem steilen Hähenzug zwischen Immenstadt und Alpsee.
1332 wurden die Burgen an die Grafen von Montfort-Tettnang verkauft, bevor sie 1440 an den Grafen Hugo XIII. von Montfort gingen. Dieser bewirkte nach einem Brand Um- und Ausbau der Anlage.
Im 16. Jahrhundert, während des Deutschen Bauernkrieges, wurden die Burgen erfolglos belagert und einige Jahre später von den Grafen von Königsegg-Aulendorf erworben. Die Burgherren zogen es allerdings vor in der Stadt zu residieren, womit der Verfall und Abbau der Burganlage begann.
Im 19. Jahrhundert wurden die Reste der Burgen von der Stadt Immenstadt gekauft und nach und nach frei gelegt.
Heute sind noch Mauerreste und der Brunnenkeller von Hugofels erhalten.
Burgruine Rauhlaubenberg
Diese Turmburg, einen Kilometer nordöstlich von Rauhenzell gelegen, wurde im 13. Jahrhundert von den Grafen Montfort-Feldkirch erbaut und als Lehen an die Herren von Laubenberg gegeben.
Nach dem Tode Rudolfs IV. von Montfort-Feldkirch 1390, fiel die Burg an Österreich, geht jedoch einige Jahre später zurück in den Besitz der Laubenberger.
Im Deutschen Bauernkrieg 1525 wird die Burg geplündert und brennt 1579 ab. Zu dem Zeitpunkt ist sie allerdings kaum noch bewohnt, da die Burgherren schon seit einigen Jahren im Schloss zu Rauhenzell residieren.
Die letzten Besitzer der Burg sind seit 1934 die Freiherren von Lerchenfeld.
Burgruine Werdenstein
Die Burg Werdenstein, im Ortsteil Eckarts gelegen, gehörte den Herren von Werdenstein.
Anfang des 15. Jahrhunderts unterwarf sich die Familie dem Habsburger Haus, um gegen die Grafen von Montfort standhalten zu können.
Auch die Werdensteiner Burg fiel den Aufständischen im Deutschen Bauernkrieg zum Opfer.
Bis zum Verkauf der Burg 1785 durch die Grafen von Königsegg-Rothenfels, wird die Burg von den Werdensteinern nur noch selten benutzt. Da die Grafen selbst keine Verwendung für die Burganlage hatten, wurde sie teilweise abgebaut und dem Zerfall überlassen.
1889 wurde die Burg von der Familie Rapp aufgekauft, die 1988 mit der Sanierung begannen.
Heute sind noch Mauerreste und der Torturm erhalten.


