In der Zeit der Säkularisation (nach der Einverleibung der Adels- und Klosterherrschaften in das Kurfürstentum Bayern) zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Distrikt Stein gebildet.
Mit den Orten Bräunlings, Einharz, Gnadenberg und Seifen liegt es im weiten Illertal von Wiesen und Mischwäldern eingerahmt.
Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius wurde 1275 erstmals erwähnt. Für die Freunde alter Glocken sei vermerkt, dass die Kirche vier Glocken besitzt, deren früheste im 14. Jahrhundert gegossen wurde. Ebenso sind einige Grabmähler der Herren von Laubenberg erhalten.
Burgruine Laubenbergerstein:
Die ehemalige Burg Laubenbergerstein liegt etwa 1 km nördlich von Immenstadt i. Allgäu im Ortsteil Stein. Die Burg besaß an geschützter, sicherer Stelle einen dreistöckigen spätgotischen Wohnbau, den Palas. An den Schwachstellen der Anlage befanden sich ein Rundturm und ein quadratischer Bergfried, die miteinander durch eine hölzerne Brücke verbunden waren. Angelehnt an das Bollwerk Bergfried war die Kapelle, welche 1450 erbaut wurde. Durch einen Mauerkranz mit Tor und Türmen war die Burg umschlossen.
Laubenbergerstein war eine der wichtigsten und stolzesten Burgen im Allgäu. Seit 1559 ist die Burg nicht mehr bewohnt und dem Verfall preisgegeben.
Aus der später in den Zwinghof abgestürzten Burgkapelle hat sich ein im Schloß Rauhenzell aufbewahrter Altarflügel erhalten, dessen Stifter Caspar von Laubenberg und seine Gemahlin Anna von Freiberg waren. Die Burgruine wurde zum größten Teil saniert und kann jederzeit besichtigt werden. Die Türme sind bei den Burgenwanderungen und am Burgfest zugänglich.



